


Musik für Flöte und Klavier
Label: Westfire Classics
1 CD, 45:20 min
Bestell-Nr. 1053931WFI
Sonate a-Moll „Arpeggione“ D821 (in der Fassung für Flöte und Klavier)
Die Arpeggione, das eigentümliche Soloinstrument, 1823 von dem Wiener Gitarrenbauer Johann Georg Staufer erfunden, hieß eigentlich „guitar d´amour“, und wurde wie das Cello zwischen den Knien gehalten und mit dem Bogen gespielt. Sie verfügte über sechs Saiten und ein Griffbrett mit Bünden wie die Gitarre und hatte einen weichen, an Bläser erinnernden Klang.
Kaum ein Jahr nach Staufers Erfindung komponierte Schubert seine große Sonate in a-Moll für dieses Instrument, die vermutlich von dem Wiener Musiker Vincenz Schuster in Auftrag gegeben und 1824 uraufgeführt wurde.
Mit der zunehmenden ausdrucksmäßigen Differenzierung des Flötenspiels auf der modernen Konzertflöte eröffnete sich nun auch den Flötisten eine anspruchsvolle Möglichkeit, ihr eher schmales romantisches Repertoire zu erweitern.
Das häufig geäußerte Urteil, die „Arpeggione-Sonate“ sei nichts weiter als ein einfach gestricktes Gelegenheitswerk, wird dem kompositorischen Einfallsreichtum nicht gerecht; sowohl in der melancholischen Grundstimmung des ersten Satzes, in der lyrischen Tiefe des Adagios, wie in der melodienseligen volkstümlichen Heiterkeit des Finales findet gewissermaßen der „ganze“ Schubert seinen glücklichsten Ausdruck.
Serenade op.41 (für Flöte und Klavier)
Aufgrund seiner Entstehungszeit (1795/96), seiner formalen Struktur, und auch vom geistigen Hintergrund her reiht sich Beethovens Serenade -zunächst gesetzt für Flöte, Violine und Bratsche und als op.25 veröffentlicht- in die große Serenaden-Tradition des achtzehnten Jahrhunderts mit Werken von Haydn, Mozart und Boccherini ein. Beethoven schätzte das Stück so sehr, dass er seinen Freund Franz Anton Hoffmeister veranlasste, eine Fassung für Flöte und Klavier zu besorgen, die einer weiteren Verbreitung des Werkes dienen sollte. Er überwachte die kühne Transkription und schreibt am 22. September 1803 an seinen Verleger: „Die Übersetzungen sind nicht von mir, wurden aber von mir durchgesehen und stellenweise ganz verbessert.“
Die Flötenstimme blieb dabei weitgehend unverändert, während die Klavierbegleitung an einigen Stellen stark von der Triofassung abweicht; Beethoven erweist sich in beiden Versionen als meisterhafter Beherrscher von Form und Instrument(en).